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Der Humanoid-Plan: Das Praxisbuch für den Einsatz von Humanoiden Robotern

Humanoide Roboter im Unternehmen einsetzen – aber wo anfangen? „Der Humanoid-Plan“ von Ruwen Prochnow bietet praxisnahe Orientierung: von geeigneten Einsatzbereichen über die Modellauswahl bis zur Planung von Pilotprojekten. Wir stellen das Buch vor und zeigen, wie Sie konkrete Anwendungen identifizieren, Ihr Team einbeziehen und fundierte Entscheidungen vorbereiten. Im Mittelpunkt steht dabei nicht der beeindruckendste Roboter, sondern die passende Lösung für Ihre betrieblichen Aufgaben.

Inhaltsverzeichnis

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Dieser Artikel auf einen Blick:
„Der Humanoid-Plan“ von Ruwen Prochnow, Geschäftsführer von EF Robotics, ist ein Praxisbuch für Unternehmer und betriebliche Entscheider, die den Einstieg in humanoide Robotik vorbereiten möchten. Es behandelt Einsatzbereiche, Modellauswahl, Pilotprojekte, Kennzahlen und den Übergang in den produktiven Betrieb. Die zentrale Botschaft: „Erst der Prozess, dann das Produkt.“ Entscheidend ist nicht, welcher Roboter besonders beeindruckend aussieht, sondern welche konkrete Aufgabe er im Unternehmen übernehmen soll. Dafür gilt es, Abläufe und Ausnahmen zu verstehen, Mitarbeitende einzubeziehen und mögliche Anwendungen gezielt zu prüfen. Eine Use-Case-Datei und ein Workbook ergänzen das Buchangebot. Das Buch ist kostenlos erhältlich; lediglich 4,95 Euro für Verpackung und Versand fallen an. Das Angebot richtet sich ausschließlich an Unternehmer.

Gratis-Buch - Der Humanoid-Plan

Stellen Sie sich vor, ein humanoider Roboter steht in Ihrer Produktion. Er greift einen Gegenstand und legt ihn an der vorgesehenen Stelle ab. Die Vorführung überzeugt. Doch anschließend stellt Ihre Betriebsleitung die entscheidende Frage: Welche konkrete Aufgabe soll er bei uns übernehmen?

Hier setzt „Der Humanoid-Plan“ von Ruwen Prochnow, Geschäftsführer von EF Robotics, an: beim Weg von der Idee zum produktiven Einsatz humanoider Roboter.

Vielleicht beschäftigen Sie sich bereits mit Automatisierung. Vielleicht suchen Sie nach einer Möglichkeit, wiederkehrende Aufgaben anders zu organisieren. Oder Sie möchten zunächst verstehen, ob humanoide Robotik für Ihren Betrieb überhaupt relevant ist. Für die Beschäftigung mit dem Thema brauchen Sie noch keine fertige Investitionsentscheidung. Ein klarer Anlass reicht: Sie möchten eine Aufgabe im Unternehmen besser lösen.

Wir bei EF Robotics verbinden Robotik mit Beratung, Einrichtung und Service. Deshalb betrachten wir eine Buchvorstellung nicht nur als Gelegenheit, Ihnen einen Titel zu empfehlen. Wir möchten Ihnen zugleich Anregungen geben, wie Sie die Lektüre für Ihre eigenen betrieblichen Fragen nutzen können.

Im Folgenden stellen wir Ihnen das Buch und seinen Autor vor. Außerdem zeigen wir anhand einer veröffentlichten Kundenreferenz und eigener Leseimpulse, wie Sie zwischen technischer Begeisterung und einer begründeten Projektentscheidung unterscheiden können. Denn die interessanteste Frage nach einem Robotikbuch lautet nicht: „Welches Modell hat mich am meisten beeindruckt?“ Sie lautet: „Was werde ich in meinem Betrieb jetzt genauer untersuchen?“

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Was ist „Der Humanoid-Plan“?

„Der Humanoid-Plan – Von der Idee zum produktiven Einsatz“ ist als kompaktes Praxisbuch angelegt. Die Buchbeschreibung nennt Einsatzbereich und Modellauswahl, Fallstudien, Pilotphase, Kennzahlen und Rollout sowie den Umgang mit Vorbehalten gegenüber humanoider Robotik.

Für Ihre Lektüre bietet sich deshalb eine unternehmerische Perspektive an. Lesen Sie nicht ausschließlich mit der Frage, was technisch möglich sein könnte. Überlegen Sie, welche Informationen Sie brauchen, um im eigenen Unternehmen einen sinnvollen nächsten Schritt vorzubereiten.

Das kann zunächst eine kleine Entscheidung sein: einen Arbeitsablauf beobachten, einen zuständigen Kollegen hinzuziehen oder eine offene technische Frage formulieren. Sie müssen nach der letzten Seite keinen Roboter bestellen. Ein ebenso wertvolles Ergebnis wäre, einen vermeintlich interessanten Einsatzbereich begründet zurückzustellen und stattdessen einen geeigneteren zu untersuchen.

Betrachten Sie die Lektüre deshalb als Vorbereitung auf die richtigen Gespräche: mit Ihrem Team, mit technischen Fachleuten und mit einem möglichen Umsetzungspartner. Je klarer Sie Ihren Bedarf beschreiben können, desto gezielter können diese Gespräche werden. Der Einstieg beginnt nicht zwingend mit einem Budget, sondern mit einer Aufgabe, die Sie besser verstehen möchten.

Der Autor: Ruwen Prochnow und sein Blick auf betriebliche Aufgaben

Ruwen Prochnow beschreibt seinen Einstieg in die Robotik in einem veröffentlichten Gastbeitrag: Ausgangspunkt war 2021 ein Video eines Serviceroboters aus Shanghai. Es folgten die Beschäftigung mit Herstellern und Anwendungen sowie erste praktische Erfahrungen. Auf der Internorga 2022 präsentierte er die Systeme; das Restaurant Meeresblick in Waabs kaufte den ersten Bella-Serviceroboter.

An dieser Geschichte ist für eine Buchvorstellung weniger der erste Roboter interessant als die anschließende Fragestellung: Wie wird aus einer technischen Entdeckung eine brauchbare Dienstleistung für Kunden?

Prochnow unterscheidet in seinem Beitrag ausdrücklich zwischen einem zunächst geäußerten Gerätewunsch und dem tatsächlichen betrieblichen Bedarf. Außerdem grenzt er eine gelungene Demonstration von einer Anwendung ab, die unter den Bedingungen des Kunden funktionieren muss.

Für Sie als Leser ergibt sich daraus eine hilfreiche Haltung: Sie dürfen von einer Technologie begeistert sein und trotzdem kritische Fragen stellen. Beides passt zusammen. Fragen nach Zuständigkeiten, Aufwand und Grenzen sind kein Zeichen mangelnder Innovationsbereitschaft. Sie sind eine Möglichkeit, aus allgemeinem Interesse eine konkrete Untersuchung zu machen.

Halten Sie beim Lesen deshalb auch diejenigen Stellen fest, bei denen Ihnen Informationen aus dem eigenen Betrieb fehlen. Vielleicht kennen Sie die Häufigkeit einer Tätigkeit nur ungefähr. Vielleicht ist unklar, wer eine Ausnahme bearbeitet. Solche Lücken sind kein Hindernis für den Einstieg, sondern gute Arbeitsaufträge für die Vorbereitung.

Eine Stimme zum Buch

Thomas Rilke von der Deutschen Messe Technology Academy bezeichnet den Titel auf der Buchseite als:

„Ein wertvoller Leitfaden für die Einführung humanoider Robotik in Unternehmen.“

Für Ihre Entscheidung zur Lektüre ist dabei vor allem das Wort „Einführung“ interessant. Es lenkt den Blick weg von einer bloßen Geräteschau und hin zu der Frage, wie Sie sich dem Thema als Unternehmen nähern möchten.

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Für wen lohnt sich die Beschäftigung mit dem Buch?

Das Buch richtet sich an betriebliche Entscheider unterschiedlicher Unternehmensgrößen.

Je nach Verantwortung werden Sie andere Fragen mitbringen. Genau darin liegt eine gute Möglichkeit für den internen Austausch: Sie müssen nicht alle aus derselben Perspektive lesen.

Geschäftsführung: Welche Entscheidung steht wirklich an?

Für Sie dürfte die Investitions- und Projektentscheidung im Vordergrund stehen. Müssen Sie bereits über eine Beschaffung sprechen, oder geht es zunächst um die Freigabe einer Untersuchung? Wer müsste an dieser Entscheidung beteiligt sein?

Ein sinnvoller Leseauftrag wäre: „Ich möchte anschließend erklären können, welchen nächsten Schritt wir prüfen und weshalb.“ Das ist präziser als der Anspruch, nach einem Buch die gesamte Automatisierungsstrategie festgelegt zu haben.

Beziehen Sie dabei auch die Frage ein, welches betriebliche Problem Vorrang hat. Ein neues Robotikthema muss sich an Ihren tatsächlichen Zielen messen lassen, nicht allein an seiner technischen Attraktivität.

Betriebs- und Produktionsleitung: Was bedeutet die Idee im Alltag?

Für Sie steht der Arbeitsablauf im Mittelpunkt. Wo beginnt die Tätigkeit? Wann ist sie beendet? Welche Entscheidungen trifft die ausführende Person nebenbei? Welche Aufgaben blieben auch nach einer möglichen Automatisierung bestehen?

Gerade die letzte Frage verdient Aufmerksamkeit. Stellen Sie sich eine spätere Arbeitsteilung möglichst konkret vor, statt ausschließlich über eine Maschine zu sprechen. Wer bereitet Material vor, wer bestätigt Übergaben und wer bearbeitet Ausnahmen? So wird aus einer allgemeinen Entlastungsabsicht eine besprechbare Veränderung des Arbeitsalltags.

Business Development: Wie wird aus Interesse ein prüfbarer Ansatz?

Für Innovationsverantwortliche bietet sich eine klar formulierte Hypothese an. Beispielsweise: „Wir möchten herausfinden, ob sich ein abgegrenzter Übergabeschritt automatisieren lässt.“

Überlegen Sie, welche Beobachtung diese Annahme bestätigen oder widerlegen würde. Ihr Ziel muss nicht sein, die erste Idee zu verteidigen. Es sollte sein, eine geeignete Anwendung zu identifizieren und die nächsten Schritte intern verständlich zu machen.

Damit erhält Innovation einen konkreten Gegenstand: nicht irgendeinen Roboter, sondern eine Aufgabe, die Sie systematisch untersuchen möchten.

Von der Idee zum Einsatz: Drei Themen für Ihre unternehmerische Entscheidung

Die angekündigten Inhalte lassen sich entlang einer praktischen Frage betrachten: Wie wird aus Interesse ein sinnvoll vorbereitetes Robotikprojekt? Die folgenden Überlegungen sind unsere Einordnung dieser Themen und ergänzen die Buchvorstellung. Sie ersetzen keine Lektüre und sind keine Wiedergabe einzelner Kapitel.

Den passenden Einsatzbereich finden

Beginnen Sie mit einer Beschreibung, die ohne Produktnamen auskommt. „Wir möchten einen humanoiden Roboter einsetzen“ bezeichnet eine Technologieentscheidung. Es erklärt noch nicht, welches betriebliche Ergebnis Sie erreichen möchten.

Stellen Sie sich als gedankliches Beispiel einen Betrieb vor, in dem eine Mitarbeiterin mehrmals täglich ihre eigentliche Arbeit unterbricht, um Material bereitzustellen. Ihr erster Gedanke könnte sein, den Transport zu automatisieren. Bei genauerem Hinsehen stellen Sie jedoch fest: Ein Teil der Unterbrechung entsteht, weil zunächst geklärt werden muss, welches Material freigegeben ist.

Aus einer vermeintlich einfachen Transportaufgabe werden damit zwei unterschiedliche Fragen. Wie wird die Freigabe organisiert? Und wie gelangt das freigegebene Material anschließend an den Arbeitsplatz? Für die erste Frage könnte eine organisatorische Änderung entscheidend sein. Für die zweite wäre eine technische Lösung zu prüfen.

Der Sinn dieses Beispiels liegt nicht darin, Ihnen bereits einen Robotertyp zu empfehlen. Es zeigt, warum die Beschreibung der Aufgabe vor der Auswahl einer Plattform stehen sollte. Sonst vergleichen Sie Geräte, obwohl noch nicht eindeutig feststeht, was diese Geräte leisten sollen.

Eine Pilotphase als Entscheidungshilfe verstehen

Ein Pilot ist eine begrenzte Erprobung. Für Ihre Planung sollte er vor allem eine offene Frage beantworten: Was müssen Sie nach dem Versuch wissen, damit eine nächste Entscheidung möglich wird?

Im gedanklichen Beispiel könnten Sie untersuchen, ob die definierte Materialübergabe mit den tatsächlich verwendeten Behältern funktioniert. Dabei wäre nicht nur ein erfolgreicher Durchlauf interessant. Sie würden auch wissen wollen, welche Vorbereitungen nötig sind und in welchen Situationen jemand unterstützen muss.

Mögliche Beobachtungsgrößen für einen solchen Versuch wären die vollständig erledigten Aufträge, die erforderlichen Eingriffe und die Zeit bis zur bestätigten Übergabe. Welche Größen geeignet sind, sollten Sie jedoch aus Ihrem konkreten Testziel ableiten. Ein universeller Kennzahlensatz würde den unterschiedlichen Anwendungen nicht gerecht.

Sehen Sie außerdem mehrere mögliche Ergebnisse vor. Sie könnten die Anwendung weiterverfolgen, ihren Umfang verändern oder eine andere Technik untersuchen. Damit wird der Test nicht zur Vorführung mit vorgegebenem Ausgang, sondern zur Grundlage für eine begründete Entscheidung.

Das nimmt dem Einstieg nichts von seiner Dynamik. Es macht lediglich deutlich, wozu Sie praktische Erfahrungen sammeln.

Vorbehalte in überprüfbare Fragen übersetzen

Zwischen uneingeschränkter Begeisterung und vollständiger Ablehnung gibt es einen produktiven Mittelweg: Fragen, die sich untersuchen lassen.

Aus „Das ist für uns zu kompliziert“ könnte werden: Welche Schnittstelle oder welcher Arbeitsschritt erscheint uns unklar? Aus „Das lohnt sich nicht“ könnte werden: Welcher Aufwand steht welchem erwarteten Nutzen gegenüber? Aus „Dafür sind wir zu klein“ könnte werden: Haben wir überhaupt eine ausreichend häufige, klar beschreibbare Aufgabe?

Dabei sollten Sie einen berechtigten Einwand nicht einfach zur Denkblockade erklären. Eine fehlende Voraussetzung bleibt eine fehlende Voraussetzung. Offenheit bedeutet nicht, jedes Projekt gutzuheißen. Sie bedeutet, das Ergebnis einer sachlichen Prüfung nicht schon vorher festzulegen.

Für die interne Diskussion kann diese Haltung besonders nützlich sein. Bitten Sie skeptische wie begeisterte Beteiligte, ihre stärkste Annahme zu benennen. Anschließend überlegen Sie gemeinsam, welche Information zur Klärung beitragen würde. So arbeiten alle an derselben Frage, auch wenn sie anfangs unterschiedliche Erwartungen hatten.

Der Nutzen für Ihr Unternehmen: Orientierung statt vorschneller Festlegung

Warum sollten Sie sich zunächst mit einem Buch beschäftigen, bevor Sie einzelne Systeme vergleichen? Weil Sie die technische Diskussion dann an einer eigenen Fragestellung ausrichten können. Nicht jede vorgeführte Funktion muss für Ihr Unternehmen wichtig sein. Und nicht jede unspektakuläre Anforderung ist nebensächlich.

Drei konkrete Ziele können Sie mit der Lektüre verbinden:

  • Entscheidungen vorbereiten: Formulieren Sie, welche Informationen vor der Freigabe eines Tests oder Projekts vorliegen müssen.
  • Ressourcen gezielter einsetzen: Begrenzen Sie die erste Untersuchung auf eine Aufgabe, statt sofort zahlreiche Einsatzideen gleichzeitig zu verfolgen.
  • Menschen einbeziehen: Besprechen Sie früh, welche Tätigkeiten verändert werden sollen und wo das Erfahrungswissen Ihres Teams gebraucht wird.

Daran lassen sich weitere Nutzenfragen anschließen. Geht es um kürzere Wartezeiten, eine nachvollziehbarere Übergabe oder die Entlastung bei wiederkehrenden Tätigkeiten? Benennen Sie den gewünschten Effekt möglichst genau, ohne ihn bereits als erreicht darzustellen.

Auch bei Kosten und Wirtschaftlichkeit lohnt sich dieser Blick. Sammeln Sie nicht nur einen möglichen Gerätepreis, sondern offene Aufwandsfragen: Welche interne Vorbereitung wäre erforderlich? Wer begleitet die Untersuchung? Welche Änderungen am Ablauf müssten zunächst bewertet werden?

Diese Vorbereitung ist noch keine Wirtschaftlichkeitsrechnung. Sie hilft Ihnen aber, das spätere Gespräch auf die gesamte Anwendung zu richten.

Behandeln Sie schließlich auch Zukunftssicherheit als Frage und nicht als Werbeversprechen. Welche Änderung Ihres Prozesses wäre absehbar? Was müsste bei einer Erweiterung erneut geprüft werden? Ein guter Ausgangspunkt ist nicht die Behauptung, eine Technologie könne alles. Es ist das Verständnis dafür, welche Anforderungen heute bekannt und welche noch offen sind.

Praxisbeispiel und Kundenstimme: Was bei ATJ Automotive im Mittelpunkt stand

Wie konkret ein betrieblicher Bedarf aussehen kann, zeigt eine veröffentlichte EF-Robotics-Referenz: Bei der ATJ Automotive GmbH in Johanngeorgenstadt übernimmt der Lieferroboter Juno, im Betrieb „Carlos“ genannt, Transporte zwischen Abteilungen. Zuvor mussten Mitarbeitende diese Wege zurücklegen und dabei auch schwere Gegenstände tragen.

Geschäftsführerin Marlene beschreibt die Zusammenarbeit so:

„Vom Bestellprozess bis zur Lieferung war alles ganz easy.“

Die Referenz berichtet von einer Entlastung bei Transportwegen und einer gesteigerten Effizienz. Sie beschreibt einen Lieferroboter, keinen humanoiden Roboter. Wir führen das Beispiel hier als eigenständige Kundenreferenz an, nicht als Fallstudie aus dem Buch.

Für Ihre Lektüre lässt sich daraus eine Frage mitnehmen: Können Sie Ihre eigene Ausgangssituation ähnlich konkret beschreiben? Nicht „Wir möchten moderner arbeiten“, sondern: „Diese Gegenstände werden zwischen diesen Bereichen bewegt.“

Prüfen Sie auch, welche Informationen Sie für einen fairen Vorher-nachher-Vergleich benötigen würden. Welche Wege fallen tatsächlich an? Welche davon könnten entfallen? Welche Aufgaben blieben beim Team? Die Antworten müssen aus Ihrem Betrieb kommen; sie lassen sich nicht einfach aus einer anderen Referenz übernehmen.

Den veröffentlichten Fall finden Sie in unserer ATJ-Kundenreferenz. Er bietet einen anschaulichen Ausgangspunkt, um im eigenen Unternehmen genauer hinzusehen.

Experten-Tipp von Ruwen Prochnow: Erst den Prozess verstehen

Auf der Buchseite fasst Ruwen Prochnow seinen Ansatz mit einem Satz zusammen:

„Erst der Prozess, dann das Produkt“

In unserem weiterführenden Beitrag zur Einführung humanoider Robotik wird der Experten-Tipp konkreter: Vor der Roboterauswahl sollten nicht nur ideale Abläufe, sondern auch reale Abweichungen und Ausnahmen dokumentiert werden.

Unser Vorschlag zur praktischen Umsetzung: Reservieren Sie in Ihren Lesenotizen eine Seite ausschließlich für Sonderfälle. Schreiben Sie dort nicht auf, was der Roboter können soll, sondern was Sie im bestehenden Ablauf noch nicht ausreichend verstanden haben.

Vielleicht ist unklar, warum Material gelegentlich an einer anderen Stelle steht. Vielleicht erhalten Mitarbeitende Zusatzinformationen, die nirgends dokumentiert sind. Vielleicht entscheiden sie situativ, welcher Auftrag zuerst bearbeitet wird. Behandeln Sie diese Punkte zunächst als Fragen und nicht sofort als Anforderungen an eine Maschine.

Besprechen Sie die Liste anschließend mit einer Person, die den Prozess täglich ausführt. Lassen Sie Ihre Beschreibung korrigieren. Gerade eine unscheinbare Ergänzung kann Ihre ursprüngliche Vorstellung verändern.

Der kleine „Geheimtipp“ für Ihre Lektüre lautet deshalb: Suchen Sie nicht nur nach Bestätigung für eine Idee. Suchen Sie nach den noch fehlenden Informationen, die aus der Idee einen prüfbaren Anwendungsfall machen.

Technische Einordnung: Humanoide Robotik verstehen, ohne sich in Datenblättern zu verlieren

Als ergänzender technischer Hintergrund zur Buchvorstellung lohnt eine Unterscheidung: Eine menschenähnliche Bauform sagt noch nicht, welche Aufgabe ein Roboter unter welchen Bedingungen zuverlässig ausführen kann. Mechanik, Sensorik, Software und Einsatzumgebung müssen zusammenpassen.

Die International Federation of Robotics betont in ihren Robotiktrends 2026, dass industrielle Humanoide ihre Zuverlässigkeit und Effizienz im realen Einsatz nachweisen müssen. Genannt werden unter anderem Taktzeiten, Energieverbrauch und Wartungskosten.

Diese Einordnung ist kein Urteil über Ihr konkretes Projekt. Sie bietet einen Maßstab für die Fragen, die Sie nach der Lektüre an eine technische Beratung richten können.

Greifen: Fragen Sie nach Ihrem Gegenstand

Notieren Sie, welches Objekt tatsächlich bearbeitet werden soll. Ist es immer gleich? Welche Varianten gehören zum vorgesehenen Umfang? In welcher Lage wird es bereitgestellt? Wie erkennen Sie, dass es richtig abgelegt wurde?

Bringen Sie zur späteren Beratung möglichst eine eindeutige Beschreibung oder freigegebenes Anschauungsmaterial mit. Die Frage „Kann der Roboter greifen?“ ist für Ihre Entscheidung weniger ergiebig als eine Frage nach einer bestimmten Aufnahme- und Ablagesituation.

Autonomie: Fragen Sie nach dem konkreten Unterstützungsbedarf

Schreiben Sie auf, welche Schritte ohne menschlichen Eingriff ablaufen sollen. Fragen Sie bei einer Vorführung ausdrücklich, wie diese Schritte ausgelöst werden, welche Vorbereitungen vorgenommen wurden und wann Unterstützung erforderlich ist.

Eine sinnvolle Beobachtungsfrage lautet: Was tut die betreuende Person während des gesamten Ablaufs? Damit richten Sie Ihre Aufmerksamkeit nicht nur auf den sichtbaren Bewegungsablauf, sondern auch auf die Arbeit daneben.

Integration: Fragen Sie nach Anfang und Ende einer Aufgabe

Beschreiben Sie, wodurch ein Auftrag beginnt und wodurch er als abgeschlossen gilt. Wer oder welches System gibt die Aufgabe frei? Wer benötigt anschließend eine Rückmeldung?

Unterscheiden Sie dabei technische Fragen von organisatorischen Entscheidungen. Vielleicht fehlt nicht zuerst eine Schnittstelle, sondern eine eindeutige Zuständigkeit. Halten Sie beides getrennt fest, damit die spätere Beratung an der richtigen Stelle ansetzen kann.

Sicherheit: Betrachten Sie die gesamte Anwendung

Sicherheit verdient einen eigenen Platz in der technischen Bewertung. Die IFR hebt bei zunehmend autonom arbeitenden Robotern die Bedeutung von Prüfung, Validierung und menschlicher Aufsicht hervor.

Für Ihr erstes Gespräch können Sie daraus eine einfache Frage ableiten: Wer bewertet die vorgesehene Anwendung unter unseren tatsächlichen Bedingungen? Beschreiben Sie, welche Personen, Gegenstände und Arbeitsbereiche beteiligt wären. Lassen Sie anschließend fachlich klären, welche Untersuchungen und Schutzmaßnahmen erforderlich sind.

Ein Buch kann die Vorbereitung unterstützen. Es ersetzt weder die technische Prüfung Ihres Einsatzfalls noch die fachliche Bewertung der Sicherheit.

Humanoide Roboter, AMR-Roboter und fahrerlose Transportsysteme

Auch der Vergleich mit anderen Lösungen gehört zur Einordnung. Für Transportaufgaben sind fahrerlose Transportsysteme (FTS) und autonome mobile Roboter, kurz AMR, relevante Kategorien. Das Fraunhofer IPA behandelt ihre Technik, Einsatzpotenziale und Planung ausdrücklich im Zusammenhang mit der innerbetrieblichen Logistik.

Die Bezeichnung AGV steht für „Automated Guided Vehicle“. Dass solche Fahrzeuge auch frei navigieren können, zeigt ein Industrieprojekt des Fraunhofer IPA. Eine pauschale Gleichsetzung von AGV mit einer ausschließlich starren Spurführung wäre deshalb zu einfach.

Für Ihre Lesenotizen genügt zunächst eine offene Vergleichsfrage: Benötigen wir Fortbewegung und Handhabung in einer gemeinsamen Lösung, oder steht vor allem der Transport im Mittelpunkt?

Weitere Informationen zu unserem entsprechenden Einsatzfeld finden Sie unter Logistik und Lager. Die Begriffe sind hier ergänzender Hintergrund; daraus folgt nicht, dass das Buch einen vollständigen Vergleich aller Robotertypen enthält.

Bonusmaterial: Machen Sie aus Lesenotizen eine Arbeitsgrundlage

Zum Buchangebot gehören eine vorbereitete Use-Case-Datei und ein Workbook.

Unser Vorschlag: Nutzen Sie ergänzend eine eigene Zusammenfassung für den internen Austausch. Sie muss nicht umfangreich sein. Eine Seite pro möglichem Anwendungsfall reicht als erste Diskussionsgrundlage.

Beschreiben Sie darin zunächst den Anlass. Was möchten Sie verbessern, untersuchen oder genauer verstehen? Ergänzen Sie anschließend die vorhandenen Informationen und kennzeichnen Sie ausdrücklich, was noch offen ist.

Geben Sie Ihrer Zusammenfassung außerdem einen Bearbeitungsstand. Eine erste Idee ist etwas anderes als ein beobachteter Prozess oder ein technisch vorgeprüfter Anwendungsfall. Diese einfache Kennzeichnung kann verhindern, dass eine frühe Notiz im nächsten Meeting bereits als fertiges Projekt verstanden wird.

Zum Abschluss sollte auf der Seite stehen, wer die nächste offene Frage klärt. Das kann die Produktionsleitung sein, ein Mitarbeiter aus der Instandhaltung oder eine externe Beratung. Wichtig ist zunächst nicht die perfekte Form, sondern die eindeutige nächste Aufgabe.

Bringen Sie diese Zusammenfassung zu einem kurzen Abstimmungsgespräch mit. Bitten Sie die Beteiligten nicht nur um Zustimmung. Fragen Sie gezielt, welche Annahme noch nicht ausreichend belegt ist und welche Information für die nächste Entscheidung fehlt.

So geben Sie der Lektüre einen konkreten Abschluss im Arbeitsalltag: nicht nur ein gelesenes Buch, sondern einen verständlich dokumentierten Ausgangspunkt.

Beratung und Service: Wie EF Robotics Sie weiter unterstützt

Ein Buch kann Ihre Fragen strukturieren. Die Beurteilung Ihres konkreten Einsatzortes braucht zusätzliche Informationen über die tatsächlichen Abläufe. Bei EF Robotics gehören individuelle Beratung, Vor-Ort-Einrichtung und Service zum Angebot. Ob und in welchem Umfang ein Testeinsatz sinnvoll ist, wird anhand der jeweiligen Anwendung geprüft.

Für ein erstes Gespräch müssen Sie kein fertiges Lastenheft mitbringen. Beginnen Sie mit dem Prozess, den Sie untersuchen möchten, und den Fragen, die nach der Lektüre offen geblieben sind.

Besonders hilfreich wäre eine klare Trennung zwischen Ziel, vorhandenen Informationen und Unsicherheiten. Beispielsweise: Welchen Ablauf möchten Sie verändern? Was wissen Sie über seine Häufigkeit und Varianten? Wo benötigen Sie eine technische Einschätzung?

Auf dieser Grundlage lässt sich besprechen, welche Informationen als Nächstes gebraucht werden. Eine Beratung sollte dabei nicht allein eine Produktliste liefern, sondern die offene Entscheidung präzisieren.

Mehr zu unserem Angebot finden Sie unter Beratung und Service. Zur fachlichen Vertiefung steht außerdem unser Beitrag Humanoide Robotik einführen bereit.

Bringen Sie Ihre konkrete Frage mit: Über unsere Kontaktseite können Sie ein Gespräch anfragen und den geplanten Anwendungsbereich beschreiben.

So erhalten Sie Ihr Exemplar von „Der Humanoid-Plan“

Das Buch ist kostenlos; berechnet werden 4,95 Euro für Verpackung und Versand. Das Angebot richtet sich ausschließlich an Unternehmer. Als übliche Lieferzeit nennt die Buchseite drei bis fünf Werktage. Die Anforderung erfolgt über das Formular auf der Website.

Überlegen Sie bereits vor der Bestellung, mit welcher Fragestellung Sie einsteigen möchten. Vielleicht nehmen Sie sich einen einzelnen Prozess vor. Vielleicht möchten Sie das Thema zunächst gemeinsam mit Ihrer Betriebsleitung einordnen.

Eine kleine Vorbereitung genügt: Schreiben Sie Ihre wichtigste Frage auf und legen Sie fest, mit wem Sie die Erkenntnisse anschließend besprechen. So bekommt das Buch von Beginn an einen Platz in Ihrer betrieblichen Arbeit und nicht nur im Regal.

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Der erste Schritt ist eine gute Frage

„Der Humanoid-Plan“ bietet einen Anlass, humanoide Robotik nicht nur als faszinierende Technik, sondern als betriebliche Gestaltungsaufgabe zu betrachten. Für Ihre eigene Beschäftigung mit dem Thema ist entscheidend, welche Frage Sie beantworten möchten und welche Informationen dafür noch fehlen.

Nehmen Sie deshalb einen konkreten Prozess mit in die Lektüre. Trennen Sie Beobachtungen von Annahmen. Halten Sie fest, was ein möglicher Test klären soll, und beziehen Sie die Menschen ein, die den Ablauf kennen.

Sie müssen anschließend weder jedes technische Detail beherrschen noch bereits eine Investition beschließen. Ein guter erster Erfolg wäre, den nächsten sinnvollen Prüfschritt benennen zu können. Ebenso wertvoll wäre die Erkenntnis, dass Sie zunächst eine andere Aufgabe oder eine andere Form der Automatisierung untersuchen sollten.

Unser Wunsch für Ihre Lektüre: Aus Interesse wird eine klare Frage, aus der Frage eine nachvollziehbare Prüfung und aus deren Ergebnis eine begründete Entscheidung. Das ist ein Arbeitsauftrag, mit dem Sie im eigenen Unternehmen beginnen können.

Fordern Sie Ihr Exemplar an und nutzen Sie Ihre Notizen als Ausgangspunkt für den Austausch mit Ihrem Team. Sobald Sie Ihren Anwendungsfall vertiefen möchten, vereinbaren Sie ein Beratungsgespräch mit EF Robotics. Im Mittelpunkt steht dabei nicht, welcher Roboter besonders beeindruckend aussieht, sondern welche Lösung zu Ihrer Aufgabe passt.

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